Das “Ein Kochbuch auf Reisen – Dinner”

Es ist zwar schon gut zwei Wochen her, dass das Kochbuch bei mir Station gemacht hat, aber manchmal kommt man einfach nicht zu den Sachen, die einem wirklich Spaß machen. Doch jetzt ist es endlich soweit!

Letzten Sonntag kam fast meine komplette Familie das erste Mal seit Einzug in das neue Haus zum Essen zu uns. Und glaubt mir, der Einzug liegt schon lange zurück… Der Ausbau der Küche und des Essbereichs allerdings noch nicht. Und so gab es quasi eine Kücheneinweihungsfeier. Da kam das Kochbuch gerade recht. Und das habe ich mir schließlich ausgesucht:

Zur Vorspeise gab es

Herzhaften Kartoffel-Tomaten-Kuchen

Eigentlich ist das Rezept ja für einen großen Kuchen ausgerichtet. Aber nachdem ich es als Vorspeise gewählt habe, habe ich mehrere kleinere daraus gemacht. Mir sind aus diesem Rezept 12 kleine Törtchen ausgegangen. Die Fülle hätte sicher für 12 weitere gereicht.

Erst einmal werden 800g geschälte, mehlige Erdäpfel gekocht. Nachdem das Wasser abgegossen wurde, die Erdäpfel mit 200ml Gemüsesuppe übergießen und dann zu Püree zerstampfen. Nachträglich denke ich mir, es wäre besser gewesen kein Püree zu machen, sondern die Masse ein wenig fester zu lassen. Das Rezept sagt, man soll einen halben Bund Basilikum nehmen. Ich bin einfach in den Garten gegangen und habe genommen, so viel ich eben dachte, habe zwischendurch auch immer wieder abgeschmeckt. Ach ja, den Basilikum muss man natürlich klein schneiden und unter das Püree rühren. Ebenfalls unter das Püree kamen 4 EL Kichererbsenmehl, 4 EL Olivenöl, 1 EL fein gehackter Rosmarin, Muskatnuss, Meersalz und Pfeffer. Jetzt werden noch 1 Zwiebel und 1 bis 2 (oder gerne auch mehr) Knoblauchzehen geschält, fein gehackt und in 1 EL Olivenöl angeschwitzt. Die kommen ebenfalls ins Püree.

Wenn man das Ganze jetzt in groß macht, dann wird eine große Tarteform ausgefettet und mit Blätterteig (aus dem Kühlfach) ausgekleidet, in meinem Fall habe ich ein Muffinblech mit 12 Vertiefungen ausgefettet und jede davon einzeln mit Blätterteig ausgelegt. Dann kommen so oder so Hülsenfrüchte darauf und der Teig wird für 8 min bei 200 °C vorgebacken. Jetzt die Hülsenfrüchte wieder heraus nehmen und das Püree einfüllen. Zum Schluss werden Cherry-Tomaten-Hälften auf das Püree gesetzt. Ich habe auf jedes Törtchen eine Hälfte platziert. Für 40 weitere Minuten in den Ofen und fertig sind die Törtchen. Bei mir kamen sie dann noch an ein Salatbett. Das hat so ausgesehen

Schwierigkeit: einfach

Geschmack: mediterran würzig

Rezeptverständlichkeit: sehr gut

Anlass: als Vorspeise in kleiner Variante, groß als rustikale Hauptspeise

 

Für die Haupstspeise habe ich mich an das Karotten-Sonnenblumenkern-Pesto gewagt. Weil ich Pesto liebe. Dazu habe ich mich für Riccotta-Gnocchi entschieden und alle Fleischesser bekamen noch zwei Scheibchen Schweinslungenbraten in Speck gewickelt.

Die Zutaten für das Pesto seht ihr hier auf einen Blick

Die Chili standen zwar nicht im Rezept, und der Knoblauch hielt sich auch in Grenzen, aber nachdem wir alle Knoblauch mögen und Chili gerade in meinem Garten reif war, kam es einfach dazu. Die Grundzutaten in der Pfanne sahen dann so aus

Anders, als beim Pesto üblich, wird hier allerdings nichts püriert. Gar nichts. Nur vermischt. Die Sonnenblumenkerne kommen am Schluss angeröstet hinein und ich habe zum Darüberstreuen auch noch welche auf den Tisch gestellt. Alles zusammen am Teller hat dann schließlich so ausgesehen

Mein Fazit: Mich konnte das Pesto nicht wirklich überzeugen. Insgesamt gingen die Meinung recht auseinander. Also einfach selbst ausprobieren und eine eigene Meinung bilden. ;-)

Schwierigkeit: einfach

Geschmack: hat mich persönlich nicht überzeugt, auch nach kräftigem Würzen ein wenig fad, für mich nicht ganz stimmig

Rezeptverständlichkeit: sehr gut

Anlass: Hauptmahlzeit oder auch als italienische Vorspeise mit Pasta

 

Zwar nicht aus dem Kochbuch, aber Dessert gab es natürlich trotzdem und zwar: mit Rosmarin-Honig gratinierte Feigen, dazu eine Terrine aus griechischem Joghurt mit Sesamkrokant, gerösteten Nüssen und einer Blätterteig-Back-Mieze. Und für alle, die Feigen nicht so toll finden, gab es zusätzlich Marillenröster.

Ein bisschen verschwommen, das Bild, aber für einen Eindruck reichts :-)

Und zum nächsten Menü wird dann die erste Partie Freunde eingeladen…

 

 

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